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Aufgaben der Eltern


Zusammenfassend die wichtigsten Empfehlungen für Eltern:

Tipps:

  1. Eltern sollten sich Zeit nehmen und sich auf die Lebenswelt ihres Kindes einlassen und ihr 12-16jähriges Kind in einer digitalen Welt begleiten.
  2. Eltern sollten unbedingt beobachten, wie und mit welcher Motivation die Kinder/Jugendlichen (online) Cpmputerspiele spielen. 
  3. Eltern sollten wissen, mit wem ihr Kind online sozial vernetzt ist und in online Computerspielen zusammen spielt.
  4. Eltern sollten gut und angemessen vereinbaren, wie viel Zeit pro Tag oder in der Woche am Computer verbracht werden darf. 
  5. Eltern sollten sicherstellen, dass die Kinder und Jugendlichen sich an diese zeitlichen Vereinbarungen halten.


Was heißt das für Computerspiele wie World of Warcraft zum Beispiel?

Eltern müssen einen Überblick über Spielzeiten des Kindes haben und Zeiten vereinbaren:

Unkontrolliertes Spielen kann, nicht nur Jugendliche, zu übermäßigen Spielen verführen. Jugendliche dürfen nicht gänzlich sich selbst überlassen sein, wenn sie Onlinerollenspiele spielen. Eltern müssen wissen, wann, wie lange,wie oft ihr Kind, welches Onlinerollespiel spielt.  Eltern müssen sicher stellen, dass die zeitlichen Vereinbarungen auch eingehalten werden.

(...ich erinner mich an einen 14jährigen, der mich nachts um halb drei ausführlich darüber aufklärte, wie er seine Eltern austrickste, den Rechner anmachte und spielte, wenn seine Eltern im Bett lagen und selig schliefen...mit den 3 Stunden Schlaf würde er ganz gut hinkommen... die ersten zwei Stunden in der Schule seien ein bisschen anstrengend, dann würds aber gehn....sowas könne man trainieren...)


Eltern sollten sich mit den spielinternen Grundmechanismen auskennen.

Eltern, die sich mit den Grundmechanismen des jeweiligen Computerspiels ihres Kindes auskennen haben Vorteile. Kinder und Jugendliche fühlen sich ernst genommen, wenn Eltern ihnen mit Argumenten aus ihrer Lebenswelt begegnen. Eltern vermitteln ehrliches  Interesse und Bereitschaft, wenn sie sich mit den Spielen ihres Kindes beschäftigen. Das erleichtert auch den verantwortungsvollen Umgang im Erziehungsalltag rund um Computerspiele.

In World of Warcraft könnte das zum Beispiel bedeuten: 

Eltern wissen, was eine Gilde ist und haben verstanden, was die Mitgliedschaft in einer Gilde für ihr Kind bedeuten mag. 

Eltern wissen, dass es für den jeweiligen WoW Spieler spielintern wichtig sein kann, sich einer Gilde anzuschließen. Hinter einer Gilde steckt ein soziales Netzwerk, bestehend aus "echten" Menschen, die dem Spieler in WoW helfen und unterstützten. Mit dem Anschluß an eine Gilde werden Aufgaben - und damit eine spielinterne "echte" Verantwortung- übernommen. Fühlen die Kinder und Jugendlichen sich von ihren Eltern ernst genommen, sind sie für Argumente, die sie jetzt gerade nicht so gut finden,  eher zugänglich.

Eltern wissen, dass es Gilden gibt die von ihrem Mitgliedern durch Aufgaben viel Zeit beanspruchen und eine Regelmäßigkeit im "Einloggen" verlangen. Das könnte den Spieler verlocken sich jeden Tag einzuloggen und es könnte passieren, dass er sich dadurch immer ernster der Gilde verpflichtet fühlt. Gilden Verpflichtungen können sein, zu bestimmten Zeitpunkten online zu sein, oder bestimmte Sammelaufgaben für die Allgemeintheit bis zu einem bestimmten Termin zu übernehmen. (Auf die dann die Spieler auch wirklich warten) Soetwas kann sehr zeitaufwendig werden und manchmal fällt es Spielern schwer "Nein" zu sagen, da sie in diesem sozialen Netzwerk eine möglichst gute Position haben möchten.

Eltern müssen wissen, das jedes Mitglied jederzeit die Gilde verlassen kann. Es gibt immer andere Gilden, in denen die Onlinezeiten und/oder Interessen besser zu den eigenen anpassen. Mehr über das Gildenleben hier .


Eltern können auch World of Warcraft spielen und sich mit der digitalen Spielwelt ihres Kindes beschäftigen.

World of Warcraft wird nicht nur von Jugendlichen gespielt. Oft kommt es im Spiel vor das 14 jährige mit 40 jährigen zusammen durch die Wälder laufen. Durch die Benimmformen (im Chat und Umgang untereinander) herrscht eine meistens angenehme Spielatmosphäre. Spieler, die sich nicht benehmen, werden für beleidigendes und unfaires Verhalten gesperrt. Eine Sperrung erfolgt über Verwarnungen die an Spieler, über die sich mehrfach beschwert wurde, geschickt werden und kann die komplette Accountsperre zur Folge haben. Jedoch sollten Eltern auch wissen, mit wem ihr Kind online spielt, welcher Mensch hinter dem Charakter eigentlich sitzt. Auch sollten Eltern im Blick haben, was ihre Kinder mit wem chatten. Das mag nach einen Eingriff in die Privatphäre eines Kindes klingen, aber bei 3 Millionen Spielern allein in Deutschland, kann das nicht schaden.


Echtes Geld für virtuelles Gold! 

Spieler haben die Möglichkeit für echtes Geld "Gold" zu kaufen. Das ist die spielinterne Währung und dahinter steckt ein richtiges Geschäft. In diesem Zusammenhang ist oft die Rede von den "Chinafarmern. Das sind Menschen die in China rund um die Uhr (im Wechselschichtsystem) World of Warcraft spielen und eigentlich nur Gold sammeln, um dieses anschließend zu verkaufen.



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